💜 6 Monate später: Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen

PRAXISGRÜNDUNG & EINBLICKE

Verena Schönke

7/5/20268 min lesen

Ja, im hinteren Teil der Praxis wurde noch gearbeitet.

Hier und da standen noch Werkzeuge, Kartons und Material.

Doch das Herz unserer Praxis war bereit.

Über den Jahreswechsel hatten wir alles hineingelegt - jede freie Minute und jede Menge Herzblut, damit wir pünktlich öffnen konnten.

Es waren intensive Wochen voller Vorfreude, Verantwortung, Zweifel und Hoffnung.

Und genau in dieser Zeit begann im Januar der Ticketvorverkauf für die BTS-Welttournee.

Behind the Scenes 💜

Zwischen zwei Terminen saß ich vor dem Computer und versuchte, zwei der begehrten Konzerttickets zu ergattern.

Neben mir saß meine Freundin. Sie ist selbst kein BTS-Fan – und trotzdem war sie an diesem Tag mittendrin.

Unser "Ticket-War"-Platz bestand aus einer provisorischen Rigipsplatte auf zwei Umzugskisten in einem noch unfertigen Therapieraum. Darauf standen zwei Laptops. Luxus war das nicht. Aber genau dort entstand eine Erinnerung, die ich bis heute nicht vergessen habe.

Während ich im virtuellen Warteraum festhing und mit jeder Minute nervöser wurde, fieberte sie genauso mit wie ich.

Nicht, weil ihr das Konzert wichtig war. Sondern weil sie wusste, wie viel es mir bedeutete.

Thomas ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, diesen Moment mit dem Handy festzuhalten. Bis heute muss ich schmunzeln, wenn ich das Video sehe.

Als schließlich die Bestätigung auf dem Bildschirm erschien, war die Freude mitten auf der Baustelle riesig.

Egal an welchem europäischen Ort: Ich wollte einfach nur dabei sein.

Rückblickend ging es an diesem Tag gar nicht nur um Konzerttickets.

Es ging darum, dass jemand meinen Traum für einen Moment zu seinem eigenen machte.

Heute weiß ich: Genau solche Menschen machen den Unterschied. Menschen, die an uns glauben und sich ehrlich mit uns freuen. Genau solche Menschen wünsche ich mir auch für unsere Praxis.

Damals wusste ich nicht, wie unsere Praxis Anfang Juli aussehen würde.

Würde alles rechtzeitig fertig werden?

Würde es gelingen, einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen willkommen, verstanden und gut begleitet fühlen?

Ich wusste nur eines: Wenn alles gut geht, möchte ich dieses Konzert unbedingt erleben. Damals hätte ich allerdings nicht gedacht, welche Bedeutung dieser Abend sechs Monate später für mich haben würde.

Vor 3 Tagen stand ich gemeinsam mit meinem Mann Thomas im König-Baudouin-Stadion in Brüssel.

Als das Konzert begann und die ersten Töne erklangen, liefen mir plötzlich die Tränen über das Gesicht.

Es war Dankbarkeit. Erleichterung. Pure Freude.

Nach Monaten des Wartens durfte ich genau an diesem Ort sein.

Und in diesem Moment wurde mir bewusst:

Manche Träume brauchen Zeit.

Manche Wege auch.

Und manchmal merkt man erst in einem einzigen Augenblick, wie weit man bereits gekommen ist.

Auf der Rückfahrt wurde mir klar, wie ähnlich sich dieser Moment und die vergangenen sechs Monate angefühlt hatten.

Eine Praxis entsteht nicht über Nacht.

Vertrauen wächst nicht an einem Tag.

Und auch Therapie entwickelt sich Schritt für Schritt.

Genau das erleben wir jeden Tag mit unseren Patientinnen und Patienten.

Es braucht Geduld. Hoffnung. Menschen, die an einen glauben.

Und irgendwann kommt dieser eine Moment, in dem man merkt: Es hat sich gelohnt.

Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr musste ich an unsere eigene Praxis denken.

Natürlich trage ich als Praxisinhaberin Verantwortung. Ich treffe Entscheidungen, vertrete unsere Praxis nach außen und und manchmal muss ich auch unbequeme Entscheidungen treffen.

Aber ich wünsche mir keine Praxis, in der eine Person alles vorgibt.

Ich wünsche mir ein Team, in dem jede und jeder seine eigenen Stärken einbringen kann, offen miteinander gesprochen wird und Fehler als Chancen gesehen werden, gemeinsam zu lernen.

Denn gute Therapie entsteht nicht nur durch Fachwissen, sondern vor allem durch Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung.

Mich begeistert BTS nicht nur wegen der Musik, sondern vor allem wegen des spürbaren Vertrauens, Respekts und Zusammenhalts.

Der zweite Überraschungssong des Abends war For Youth.

Ein Lied voller Dankbarkeit.

Während ich zuhörte, musste ich unweigerlich an unsere Praxis denken.

Natürlich sind unsere Patientinnen und Patienten keine Fans.

Aber sie schenken uns etwas unglaublich Wertvolles:

Ihr Vertrauen.

Sie vertrauen uns ihre Kinder an.

Sie kommen mit ihren Sorgen, ihren Hoffnungen und ihren persönlichen Zielen zu uns.

Und wir dürfen sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten.

Genau dafür bin ich dankbar.

Vielleicht war das die schönste Erkenntnis dieses Abends:

Am Ende geht es – ganz unabhängig davon, ob auf einer Konzertbühne oder in einer Therapiepraxis – immer um Menschen, die füreinander da sind und gemeinsam wachsen.

Wenn ich an den Januar zurückdenke, erinnere ich mich an viele offene Fragen.

Würde alles rechtzeitig fertig werden?

Würde unsere Praxis einmal so werden, wie ich sie mir vorgestellt hatte?

Würden sich Menschen bei uns wohlfühlen?

Heute – sechs Monate später – kenne ich nicht auf jede Frage die Antwort.

Aber ich weiß, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Ich durfte erleben, wie aus einer Baustelle Schritt für Schritt eine Praxis wurde.

Wie aus ersten Patientinnen und Patienten ein voller Terminkalender wurde.

Wie aus Kolleginnen und Kollegen langsam ein echtes Team entsteht.

Wie Kinder ihre ersten Worte sprechen.

Wie Erwachsene neue Zuversicht gewinnen.

Wie kleine Therapieerfolge zu großen Momenten werden.

Und wie aus einer Idee immer mehr ein Ort wird, an dem Menschen sich willkommen fühlen.

Vor sechs Monaten hätte ich mir wahrscheinlich auch nicht vorstellen können, dass ich mich heute schon auf unser einjähriges Jubiläum freue.

Damals war vieles ungewiss.

Heute freue ich mich darauf.

Nicht, weil ich glaube, dass dann alles perfekt sein wird.

Sondern weil ich heute weiß, dass wir diesen Weg nicht mehr allein gehen.

Unser Team wächst. Unsere Praxis wächst.

Und mit jedem Menschen, der Teil von SCHÖNKE Therapie wird – ob Patientin, Patient oder Kollegin beziehungsweise Kollege – wächst auch ein Stück unseres gemeinsamen Traums.

Ich freue mich schon jetzt sehr darauf, im September Figen als neue Logopädin in unserem Team willkommen zu heißen.

Außerdem dürfen wir dann erstmals eine Berufspraktikantin der Düsseldorfer Akademie begleiten – genau der Akademie, an der auch mein eigener Weg zur Logopädin begonnen hat.

Dass sich dieser Kreis nun schließt und wir selbst den Berufsnachwuchs begleiten dürfen, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.

"Manchmal schließt sich ein Kreis
genau dann, wenn man es
am wenigsten erwartet."

Während der Gründungsphase gab es einen Song, den ich immer wieder gehört habe:

ON.

Er lief auf Autofahrten. Nach langen Arbeitstagen. Zwischendurch im Büro. Immer dann, wenn die To-do-Liste kein Ende zu nehmen schien.

Der Song hat die Herausforderungen nicht kleiner gemacht. Aber er hat mir immer wieder Kraft gegeben, weiterzugehen. Schritt für Schritt.

"Gemeinsam wachsen.
Gemeinsam weiter."

Wenn ich auf diese sechs Monate zurückblicke, wird mir eines besonders bewusst:

Eine Praxis entsteht nicht durch Räume.

Nicht durch Möbel.

Nicht durch ein Logo.

Sie entsteht durch die Menschen, die ihr jeden Tag Leben einhauchen.

Deshalb gilt mein Dank vor allem allen Patientinnen und Patienten, die uns von Anfang an ihr Vertrauen geschenkt haben.

Meinem Team, das diese Praxis jeden Tag mit Fachlichkeit, Herz und Persönlichkeit mitgestaltet.

Ganz besonders danke ich Julia.

Mit wie viel Herz, Verantwortung und Engagement du die Ergotherapie in den vergangenen Monaten getragen hast, verdient größte Anerkennung.

Ich denke dabei oft an den selbstgebackenen Keks mit unserem Praxislogo, den du uns noch vor der Eröffnung zu Weihnachten geschenkt hast.

Für viele war es vielleicht einfach ein Keks.

Für mich war er von Anfang an ein Zeichen dafür, dass diese Praxis von Menschen mit Herz mitgetragen wird.

Danke.

Und ich freue mich schon heute auf alles, was wir mit unserem wachsenden Team gemeinsam gestalten dürfen.

Ich bin diesen Weg nie allein gegangen.

Thomas hat diesen Traum von Anfang an mitgetragen und ohne ihn wäre vieles hinter den Kulissen nicht möglich gewesen.

Meine Kinder, mein Vater, meine Familie und meine Freunde – und ganz besonders Menschen, die genau im richtigen Moment einfach da waren, haben mich durch diese intensive Zeit begleitet, Verständnis gehabt und sich über jeden kleinen Meilenstein mit mir gefreut.

Vor sechs Monaten begann für SCHÖNKE Therapie ein neues Kapitel.

Heute darf ich sagen:

Das erste Kapitel ist geschrieben.

Und das nächste beginnt bereits.

Ich freue mich auf alles, was wir gemeinsam noch bewegen dürfen.

Vielleicht liest diesen Beitrag irgendwann auch jemand, der heute noch gar nicht Teil unseres Teams ist – und denkt:

"Genau dort möchte ich einmal meinen Platz finden."

Ich würde mich freuen.

Denn ich wünsche mir, dass SCHÖNKE Therapie ein Ort bleibt, an dem Menschen gerne ankommen.

Als Patientinnen und Patienten genauso wie als Kolleginnen und Kollegen.

Vor sechs Monaten begann diese Geschichte mit einer Baustelle, vielen Fragen und einer großen Portion Hoffnung.

Heute beginnt das nächste Kapitel.

Gemeinsam weiter. 💜

"The best is yet to come."

"Aus einer Baustelle wurde
Schritt für Schritt ein Ort,
an dem Menschen willkommen sind."

Noch mehr beschäftigt hat mich jedoch etwas anderes.

Wer BTS kennt, weiß, dass die sieben Mitglieder ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind. Jeder bringt eigene Stärken mit.

Nach außen übernimmt RM häufig die Rolle des Sprechers. Gleichzeitig entsteht nie der Eindruck, dass eine einzelne Person den Erfolg der Gruppe ausmacht.

Vielmehr spürt man, wie sehr Vertrauen, gegenseitiger Respekt und das Wissen um die Stärken jedes Einzelnen das Miteinander prägen.

Genau dieser Gedanke hat mich während des Konzerts immer wieder beschäftigt.

Vielleicht klingt das zunächst ungewöhnlich. Aber genau deshalb habe ich einen kleinen Traum.

Wenn BTS eines Tages wieder in unserer Nähe auftreten, möchte ich mein Team zu diesem Erlebnis einladen.

Das Konzert, die Anreise und das Hotel gehen dann auf mich, wenn ich das Glück habe, noch einmal Karten zu bekommen und mein Team mitkommen möchte.

Nicht, weil danach alle Fans sein müssen. Sondern weil ich ihnen etwas zeigen möchte, das sich nur schwer in Worte fassen lässt.

Wer einmal ein BTS-Konzert erlebt hat, spürt schnell, dass dort nicht nur Musik im Mittelpunkt steht.

Man erlebt, wie unterschiedlichste Menschen respektvoll miteinander umgehen, sich gegenseitig helfen und gemeinsam eine Atmosphäre schaffen, die von Wertschätzung und Zusammenhalt geprägt ist.

In der kommenden Woche feiern wir deshalb in unserer Praxis eine kleine Jubiläumswoche.

Nicht, weil sechs Monate ein großes Jubiläum sind.

Sondern weil wir diesen Moment bewusst wahrnehmen möchten.

Weil Dankbarkeit im Alltag viel zu oft zu kurz kommt.

Warum ein Konzert für mich viel mehr war als ein Konzert 💜

Vor genau einem halben Jahr haben wir die Türen von SCHÖNKE Therapie geöffnet.

Heute wirkt vieles selbstverständlich.

Die Behandlungsräume sind gefüllt.

An der Rezeption werden Patientinnen und Patienten begrüßt.

Unser Team arbeitet Hand in Hand.

So viele unterschiedliche Menschen, und trotzdem begegnet man sich mit einer Herzlichkeit und einem gegenseitigen Respekt, die mich jedes Mal aufs Neue berühren. Genau dieses Gefühl wünsche ich mir auch für unser Team.

"Ein kleines Dankeschön für sechs Monate Vertrauen. Von Herzen. 💜"

Vor dem Konzert war die Setlist größtenteils bereits bekannt.

Nur zwei Songs blieben bis zum Schluss eine Überraschung.

Umso größer war meine Freude, als ausgerechnet ON einer dieser beiden Überraschungssongs war.

Natürlich war das Zufall.

Und trotzdem fühlte es sich in diesem Moment wie ein kleines Augenzwinkern des Lebens an.

Fast so, als würde sich der Kreis zwischen der Gründungszeit und dem heutigen Tag schließen.

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SCHÖNKE Therapie
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