Unsere erste Weihnachtsfeier – noch bevor alles beginnt

Beitragsbeschreibung

TEAM & EINBLICKE

Verena Schönke

12/24/20253 min lesen

Unsere erste Weihnachtsfeier – noch bevor alles beginnt

Manche Abende fühlen sich nicht wie ein Ereignis an.
Sondern wie ein Innehalten.

Letzten Freitag Abend saßen Julia, Karla, Thomas und ich zusammen –
noch bevor die Praxis offiziell ihre Türen öffnet.
Bei uns zu Hause.
Ohne große Vorbereitung.
Zwischen all den Gedanken, Kisten und To-do-Listen,
weil wir im Moment jede freie Minute versuchen, dort weiterzukommen.

Wir stießen mit einem kleinen „Cocktail“ aus Sekt und Lillet Berry an.
Es gab eine Winterbrotzeit, Kerzenschein, Gespräche.

Und es gab eine kleine Bescherung.
Kleinigkeiten, die ich für jeden von uns ausgesucht hatte –
nicht groß, aber von Herzen.
Ein stiller Moment des Schenkens, der gut zu diesem Abend passte.

Ganz ohne kleine Panne ging es allerdings auch nicht.
Das Praxisschild war als Teil eines kleinen gemeinsamen Moments gedacht.
Jeder von uns sollte später eine Schraube einschrauben.
Ein stilles Zeichen dafür, dass jeder seinen Teil beiträgt.

Leider kam das Schild mit einem Druckfehler an.
Also blieb es vorerst noch liegen.
Nicht als Enttäuschung, sondern als leise Erinnerung daran,
dass nicht alles perfekt sein muss,
damit etwas gemeinsam entstehen kann.

Vor allem aber hatten wir Zeit.
Zeit, uns noch besser kennenzulernen.
Wir erzählten voneinander, hörten zu, lachten, wurden persönlicher.
Nicht aufgesetzt, nicht geplant – sondern einfach, weil Raum dafür da war.

Dabei wurde etwas sehr Klareres spürbar:
Dieses Team versteht sich.
Da ist Offenheit. Respekt. Ein ehrliches Interesse am Gegenüber.
Ein Miteinander, das trägt – auch jenseits von Rollen und Zuständigkeiten.

Später gingen wir gemeinsam ein paar Schritte weiter –
hinüber in die Praxis.
Schauten uns um, blieben stehen, sprachen über den aktuellen Stand.
Ganz automatisch wurde es dabei schon ein wenig konkret.

Die Ergotherapeutinnen begannen zu überlegen,
wie sie ihre Räume gestalten möchten,
wo welches Möbel stehen könnte,
wie sich der Raum später anfühlen soll.

Julia blieb an einer Idee hängen, die sofort ein Bild entstehen ließ:
eine Nestschaukel in ihrem Raum.
Ein Ort zum Ankommen. Zum Regulieren. Zum Sein.
In diesem Moment war spürbar,
dass hier nicht einfach Räume bezogen werden –
sondern Verantwortung, Ideen und Haltung mit einziehen.

Wir planten nicht im klassischen Sinn.
Wir spürten eher vor.
Behutsam. Gemeinsam.

Es gab kein Programm.
Keine große Aktion.
Und genau das war richtig.

Denn Team entsteht nicht nur durch Verträge, Strukturen oder Termine.
Es entsteht in Momenten wie diesen.
Wenn man zusammensitzt, ohne etwas leisten zu müssen.
Wenn Gedanken geteilt werden dürfen, bevor etwas fertig ist.
Wenn klar wird: Das hier wächst gemeinsam.

Besonders dankbar bin ich auch für die Geschenke an diesem Abend.
Für Dinge, die mit viel Herz gemacht und ausgesucht wurden.
Danke euch beiden dafür –
für die Mühe, für das Mitdenken, für die Wärme, die darin lag.

Rückblickend berührt mich dieser Abend mehr, als ich erwartet hätte.
Vielleicht, weil er so leise war.
Vielleicht, weil ich gespürt habe, wie viel Vertrauen, Offenheit
und gemeinsamer Weg schon da ist –
noch bevor alles offiziell beginnt.

Und so war diese kleine Weihnachtsfeier
nicht nur ein Jahresabschluss,
sondern auch ein vorsichtiges Willkommen.

Weihnachtswünsche

Ich wünsche uns allen ruhige Feiertage.
Zeit zum Durchatmen.
Zeit für Nähe – auch dann, wenn man sie nicht am selben Ort teilen kann.

Manchmal bedeutet Verbundenheit nicht,
zusammen an einem Tisch zu sitzen,
sondern einander im Herzen mitzunehmen.
Mit Verständnis.
Mit Wärme.
Mit dem Wissen,
dass Nähe auch über Abstand hinweg bestehen kann.

Für das neue Jahr wünsche ich uns,
dass wir dieses Gefühl bewahren:
achtsam miteinander, ehrlich verbunden,
und getragen von dem,
was uns auch dann hält,
wenn nicht alles so möglich ist,
wie wir es uns wünschen.

Frohe Weihnachten 🤍
und ein leises, hoffnungsvolles Willkommen 2026.